Unser Garten im Frühling

 

Bereits im Februar beginnt es im Garten zu blühen. Krokusse, Schneeglöckchen, Skilla und Schneeglanz sind die ersten Frühlingsboten, danach setzt sich die Zwiebelblümenblüte in weiteren Arten fort und das Grün des Staudenaustriebs, Lerchensporntuffs und Kornelkischenblüten kommen hinzu. Bereits jetzt summen die Bienen im Garten und die Molche tummeln sich im kleinen Teich, das Leben im Garten beginnt.

Mit dem Blattaustrieb der Sträucher und Hecken, dem Blühen der ersten Stauden, Tulpen und zweijährigen Mondviolen im April, ist der Frühling entgültig eingezogen. Die Transparenz zu den umliegenden Grundstücken verschwindet; so beginnt nicht nur die Gartensaison, sondern auch die Zeit zum Fotografieren ist wieder da.

Meine Lieblingsgartenzeit fällt in den Mai. Das Laub ist noch herrlich frisch grün und die imposanten Kugelblüten des Zierlauchs erheben sich über Akeleien, Storchschnabel, Lichtnelken, Iris und anderen frühblühenden Stauden.

Frühsommer und Rosenblüte

 

Manchmal im Juni, oft aber auch erst im Juli, beginnt die Rosenblüte im Hochsauerland.
In unserem Garten wachsen überwiegend historische Rosen, denn sie passen wunderbar in ein romantisches Gartenbild.
Aber auch ungefüllte Ramblerrosen bezaubern mit ihren Blütenkaskaden und sind eine hervorragende Pollen- und Nektarquelle für Hummeln und Bienen.
In unserem kleinen Garten sind etwa 70 verschiedene Rosensorten in unsere Staudenbeete integriert. Der Boden und die Lichtverhältnisse sind bei uns nicht unbedingt ideal für ein üppiges Rosenwachstum, so bleiben die Strauchrosen stets dezet ein Teil des Ganzen. Glockenblumen, Sterndolden, Katzenminze, Fingerhut, Frauenmantel, Mutterkraut, Waldgeißbart und Storchschnabel sind unkomplizierte Rosenbegleiter und zugleich Klassiker im Landgarten.

Blattwerk im Garten

 

Während ein Teil unseres Garten nahezu einen Cottage Garden Charakter mit vielen blühenden Stauden hat, dominiert im halbschattigen Gartenbereich die Formenvielfalt der Blattschmuckstauden. Dieser Teil ist schmal und langestreckt, wirkt aber gerade auf Bildern beinahe parkähnlich. Farben halten sich hier vor und nach der Rosenblüte sehr zurück, dadurch strahlt er Ruhe aus und wirkt entspannend. Im Spätsommer wird das unterschiedliche Grün durch weiße Blütenbälle der Hortensien ergänzt.

Unser Spätsommer-Garten

 

Auch nach der Hauptblüte der Rosen bleibt der Garten in seinem Farbschema. Es blühen nun nicht mehr so viele verschiedene Stauden wie im Frühsommer, doch werden Phlox, Sonnenhut, Blutweiderich und Ehrenpreis mit Lilien und Dahlien, sowie einjährigen Sommerblumen wie Spinnenblume und Kosmeen ergänzt. Eine kleine Sammlung skandinavischer Rosenpelargonien läuft im Spätsommer zur Hochform auf.

Herbstzeit

 

Mit den Astern endet im Oktober die blühende Saison. Das Laub der Stauden verfärbt sich nun gelbbraun und zieht nach und nach ein. Es darf bis zum Frühjahr auf den Beeten verbleiben, denn es schützt die Pflanzen vor Kahlfrösten und bietet Nützlingen Unterschlupf. Nur kranke oder zu lange Triebe, die im Winter Umfallen würden, werden entfernt.
Der Garten mit seinen herbstlichen Tönen und welken, morbiden Erscheinungsformen gehört für uns zum Jahresreigen dazu. Würde man alles feinsäuberlich entfernen, käme es uns des Raubes einer ganzen Jahreszeit gleich.
Der Herbst ist auch die Zeit den Frühling zu planen, neue Zwiebeln zu setzen und die wildversamten Zweijährigen, wie Fingerhut und Mondviole, ggf. an andere Standorte umzupflanzen. Jetzt sieht man, wo im Frühling eventuell noch Lücken wären, die jetzt mit den Zweijährigen gut zu schließen sind.

Zuhause ist nicht, wo nur der Schlüssel passt, sondern wo dein Herz sich wohlfühlt!