Der Garten

Seit 2012 sind wir dabei unseren kleinen Garten, rund um das alte Häuschen Anno 1902, in ein verwunschenes Refugium zu verwandeln. Bis heute ist er am wachsen und werden, denn es dauert seine Zeit bis er so eingewachsen ist, wie wir uns das vorstellen,  sich ein Hauch von Wildheit eingeschlichen hat, ohne dabei ungepflegt zu erscheinen.
Eine Kombination aus Zierstauden und bienenfreundlichen Wildstauden, Historischen und Englischen Rosen, z.t. mit niedriger Eibenhecke eingefasst, sorgt für ein romantisches Gartenbild. Obstbäume und Hortensien unterstreichen den ländlichen Charakter. Im Schattenwurf des Hauses herrscht eine waldige, fast parkähnliche Atmosphäre mit Blattschmuckstauden, Funkien und Farnen. Dezente Accessoires aus vergangenen Zeiten, verleihen dem Garten nostalgischen Charme.


Rosen

Im Verhätnis zur kleinen Fläche, wachsen in unserem Garten relativ viele Rosen. Trotzdem fallen sie dem Betrachter nicht sofort ins Auge. Umgeben von vielen Stauden sind sie nur ein Teil des Ganzen.
Unser Garten ist wechselschattig. Gebäude und hohe Bäume lassen die Sonne nur zeitweise durch den Garten wandern. Unter den sogenannten Alten oder Historischen Rosen, habe ich einige Sorten gefunden, die an halbschattigen Plätzen gut gedeihen und sehr frosthart sind.  Darunter gibt es stark gefüllte Vetreter, aber auch solche mit halbgeöffneten Blüten, die eine gute Nahrungsquelle für Bienen darstellen. Ihr Wuchs ist oft buschig oder aufrecht überhängend und wirkt im ganzen viel natürlicher.

Es gibt auch viele schöne Wildrosen oder deren Hybriden, die sich wunderbar für den Garten eignen. Deren einfache Blüten sind nektarspendend und setzen in der Regel zahlreiche Hagebutten an, die im Herbst sehr zierend sind und im Winter eine natürliche Futterquelle darstellen.

Blühendes

Die Palette der Stauden scheint beinahe unerschöpflich und für nahezu alle Gartensituationen lassen sich die richtigen Pflanzen finden. Ob schattige oder sonnige, feuchte oder trockene Bereiche, ob mannshoch oder polsterbildend - die Vielfalt ist groß. Umso größer, wenn man über den Tellerrand schaut und sich nicht mit dem Angebot einer Gartenabteilung im Baumarkt zufrieden gibt.
So spielen Stauden in unserem Garten die größte Rolle und sorgen von Ende März bis Oktober, mit immer wieder neuen Blüten, für ein wechselndes Bild in den Rabatten.
Dicht gepflanzt unterdrücken sie den Wuchs unerwünschter Beikräuter und legen sich schützend über den Gartenboden. Ständiges Hacken und Unkraut zupfen wird damit stark reduziert und die Verdunstung der Bodenfeuchtigkeit gemindert.
Viele unserer Gartenstauden, egal ob von heimischen Arten abstammend oder überkontinentalen Ursprungs, locken mit ihren Blüten zahlreiche Insekten durch ihr Pollen- und Nektarangebot an.

 

Blättriges

Blattschmuckstauden sind mehrjährige Pflanzen die durch auffällige Blattformen-, farben- und / oder strukturen zur Geltung kommen. Zwar bringen einige von ihnen auch attraktive Blüten hervor, doch während die Blüte nur kurzfristig anhält, wirkt das Blatt über die ganze Saison. Manche sind sogar wintergrün; sorgen somit auch in der kalten Jahreszeit für grüne Blickpunkte im Garten.
Die meisten Blattschmuckstauden bevorzugen halbschattige bis schattige Standorte, doch auch für sonnige Flächen sind Pflanzen zu finden.
Allein durch die unterschiedlichen Blätter ließen sich interessante Beete gestalten. Diese wirken ausgesprochen beruhigend und muten manchmal beinahe tropisch an.
Einige Gattungen bringen so viele verschiedene Arten und Sorten hervor, dass man regelrecht sammelsüchtig werden kann.
Übrigens lohnt es sich auch bei den Blütenstauden die Blätter einmal genauer zu betrachten und in die Gestaltung miteinzubeziehen.


 

Gärtnern ist keine Frage von
Renommee oder Reichtum,
Gärtnern ist ein Lebensstil!
(Beth Chatto)